Projektbeschreibung

Das Solarcar Projekt Bochum ist mit seinen 50 bis 60 Mitgliedern eines der größten Solarcar Teams weltweit. Dieses will gut koordiniert sein. Dafür sorgt eine studentische Teamleitung, die Aufteilung der gesamten Gruppe in einzelne Fachteams sowie die Beratung durch Dozenten und wissenschaftliche Mitarbeiter aus den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau etc.

In wöchentlich stattfindenden Sitzungen werden Aufgaben verteilt, der aktuelle Stand notiert sowie Probleme diskutiert. Jeder Projektzyklus geht über zwei Jahre und ist in verschiedene Phasen unterteilt, von der Planung eines neuen Fahrzeugs und Einarbeitung neuer Teammitglieder bis zur Fertigstellung und Präsentation des neuen Solarcars. Höhepunkt eines jeden Zykluses ist die Teilnahme an der World Solar Challenge in Australien. Die Arbeit im Projekt organisiert sich in Form des Problem Based Learning (PBL). Den Studierenden wird schrittweise immer mehr Verantwortung für den eigenen Wissensaufbau übertragen, reale Problemstellungen und entsprechende Lösungsansätze werden im Team und fachübergreifend entwickelt. Interessierte Studenten können auf freiwilliger Basis und ohne Zugangsvoraussetzungen mitwirken; es wird lediglich empfohlen, erst im dritten Semester einzusteigen, also nachdem man das Grundstudium erfolgreich absolviert hat. Die wahlfreie Lehrveranstaltung „Entwicklung von solarbetriebenen Fahrzeugen“ gehört zum festen Bestandteil des Ausbildungsprogramms Hochschule Bochum.

Wie alles begann:

Ende der 90er-Jahre legte eine kleine Gruppe Bochumer Hochschulstudenten den Grundstein für das SolarCar-Projekt: Sie gingen für ihr Abschlusssemester nach England, um an der London South Bank University in Großbritannien ein Solarcar, den Mad Dog III zu bauen.

Die praxisnahe Ausbildung sowie die Möglichkeit, die komplette Entwicklung zu erleben – von ersten Überlegungen und Simulationen über die Fertigung der selbst entwickelten Teile bis hin zum Test bei der World Solar Challenge (WSC) in Australien – war für die Studierenden und Mentor Prof. Friedbert Pautzke (Fachbereich Elektrotechnik und Informatik) Anreiz genug, dies auch in Bochum zu probieren.Seitdem sind 6 weitere Sonnenwagen entstanden – die Weiterentwicklung von Zyklus zu Zyklus ist gut zu erkennen: Weg vom Tischtennisplatten-Modell des HansGo! über die aerodynamisch optimale Form des SolarWorld No. 1 hin zum sportlichen thyssenkrupp SunRiser. Auch auf technischer Ebene machte das stetig wachsende Team immer mehr Fortschritte, schickte seinen SolarWorld GT auf Weltumrundung und heimste diverse Preise und Auszeichnungen ein.

Das Team ist Europa- und Vizeweltmeister und wurde 2015 zudem mit dem deutschen Solarpreis ausgezeichnet. Nun tüfelt bereits ein neues Team am nächsten SolarCar, das 2017 in Australien wieder an den Start gehen wird. Mehr über unsere Projektgeschichte findet ihr auf der Website der Hochschule Bochum.

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