Zwischen strahlender Sonne und driftenden SolarCars

Schon vor dem eigentlichen Rennen ist viel los auf dem Circuit Zolder.

Morgen um 13 Uhr ist es so weit und die SolarCars starten in ihren 24-stündigen Kampf um die europäische Krone. Da dieser sich allerdings nur mit 50% im Gesamt-Scoring niederschlägt, ging es auch schon in den drei Tagen vor dem Start um wertvolle Punkte – 28 von 100 möglichen sind bereits vergeben. Doch auch neben der Rennstrecke passierte viel. Die ersten drei Tage im Überblick.

 

Ankommen und Loslegen

Schon am Mittwoch trudelten die einzelnen Teams an der Rennstrecke ein. Die drei Bochumer Cruiser fuhren die knapp 200 Kilometer über öffentliche Straßen, während der Solarworld No.1 den Weg nach Belgien im Trailer auf sich nahm. Die Ankunft ließ allerdings nicht viel Zeit zum Durchschnaufen; stattdessen wurden sofort das Camp aufgebaut und die Werkstätten eingerichtet. Einiges war noch zu optimieren an den Autos, denn schon am Donnerstagvormittag stand das Scrutineering statt, also die technische Abnahme der Autos, die darüber entscheidet, ob sie bei der ESC an den Start gehen können. Die Nacht hindurch hieß es also schrauben und werkeln, um nichts dem Zufall zu überlassen.

 

Präsentieren, Präsentieren, Präsentieren

Der Fleiß in der Werkstatt zahlte sich schließlich aus. Bei der ersten Präsentation des Tages (zwei weitere sollten folgen) bestanden alle Bochumer Sonnenautos die technische Prüfung ohne Mängel und befinden sich somit in einem startbereiten Zustand. Nach dieser erfolgreichen Bewältigung der ersten Hürde, ging es am Nachmittag über zu der zweiten Präsentation – diesmal in Form einer Parade der SolarCars durch Genk. Der Sonnenschein trieb viele Menschen auf die Straße, die sich bei diesem passenden Wetter an den Sonnenflitzern erfreuten. Der Abend brachte schließlich im Rahmen des offiziellen BBQs die dritte „Präsentation“ mit sich, bei der sich alle Teammitglieder in ungezwungener Atmosphäre wiedertrafen bzw. kennenlernten – denn zwischen den vielen Bekannten Gesichtern, sieht man immer mal wieder neue.

 

Schlammschlacht der SolarCars

Bei Regen und starkem Wind startete am Freitag das erste actionreiche Rennen in Belgien, bei dem die Teilnehmer schon zeigen konnten, was in ihren Autos steckt. Bei der KO-Schikane, deren erster Durchgang gleichzeitig dem Qualifying dienet, fuhren die Autos einen kurzen, kurvenreichen Sprint. Nach einem fliegenden Start trieb es das ein oder andere SolarCar auf der nassen Strecke schon einmal aus der Kurve. Action pur und das ganz ohne Motorgeräusche und schädliche Abgase. In mehreren Durchgängen entschied die beste Zeit und insbesondere die Bochumer Cruiser fuhren hier Bestergebnisse ein. Die schnellste Fahrt legte der thyssenkrupp blue.cruiser hin, dicht gefolgt vom thyssenkrupp SunRiser und dem Solarworld GT. Damit startet Bochum morgen beim Rennen gemeinsam aus der ersten Reihe. Doch auch der Solarworld No.1 fuhr mit der fünftbesten Zeit bei den Challengern ein gutes Ergebnis ein. Damit kann man vollauf zufrieden sein.

 

Die ersten Punkte gehen nach Bochum

Im Anschluss an den ersten Durchgang folgte im direkten Duell noch der Kampf um die ersten Plätze in der Ko-Schikane, die 20% zum Gesamt-Scoring beisteuert. Durch das herausragende Qualifying hatten die Bochumer Cruiser Anspruch auf drei der vier Startplätze im Halbfinale – lediglich ein Cruiser aus Kolumbien konnte den SolarCars der Hochschule noch die Stirn bieten und eine knapp bessere Zeit als der GT einfahren. Der blue.cruiser und der SunRiser belegten Platz 1 und 2 und fuhren somit die ersten wertvollen Punkte ein. Am Abend folgte noch die Team Präsentation für maximal weitere 8 Punkte, doch auf das Ergebnis muss noch bis Sonntag gewartet werden. Zusammenfassend hätte es heute wohl kaum besser laufen können und die vielen Punkte machen Lust auf mehr.

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